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Rassemerkmale:
Kamerunschafe stammen ursprünglich aus Afrika. Sie sind äußerst anspruchslos und
widerstandsfähig.
Das besondere an dieser Rasse ist, dass sie keine Wolle im eigentlichen
Sinne haben,
und somit auch keine Schur erforderlich ist. Zum Winter hin bekommen sie ein
dichtes Fell,
vergleichbar mit einem Pferd. Dieses stoßen sie im Frühjahr innerhalb von ca. 4
Wochen ab.
Dann haben sie ein ganz glattes Haar und die typischen Farbabzeichen kommen
besonders schön
zur Geltung. Die von Natur aus etwas scheuen Tiere werden mit viel Geduld anhänglich und
auch
handzahm.
Die Farbe ist ein kräftiges rehbraun, wobei die Gliedmaßen und der
Unterbauch schwarz gezeichnet sind.
Das Gesicht hat einen mehr oder weniger helleren Farbton. Auch Schecken sind im Kommen.
Die
weiblichen
Tiere sind hornlos, wogegen die Böcke sichelförmige Hörner und eine Mähne
ausbilden.
Wer
sich für die Herdbuchzucht entscheidet, achtet auf die Einhaltung des
Rassestandards. Dieser
kann bei verschiedenen Herdbuchorganisationen leicht abweichen.
Besonders wirtschaftlich sind die oft zweimaligen Ablammungen pro Jahr. Die
Anzahl
der Lämmer
pro Ablammung liegt bei ca. 1,5 Stück im Durchschnitt . Erstmalig lammen die
Tiere im Alter
von ca. eineinhalb Jahren. Es kommen aber auch frühere Ablammungen vor. Die
Tiere sind etwa
mit 7 Monaten geschlechtsreif. Die Geburt ist sehr problemlos. Die Lämmer sind
schon nach
ca. einer Stunde relativ "flink" auf den Beinen.
Die Tragzeit beträgt 147 bis 150 Tage.
Das Körpergewicht von Altböcken (ab 2 Jahren) liegt bei 40-50 kg.
Mutterschafe haben ein Gewicht von 30-40 kg.
Jährlingsböcke (1-2 Jahre) wiegen etwa 30-35 kg.
Böcke haben eine Widerristhöhe von 60-70 cm, Muttertiere etwa von 58-65 cm.
Kamerunschafe haben eine Lebenserwartung von 10-12 Jahren.
Die meisten Kamerunschafhalter halten ihre Schafe als Fleischlieferanten.
Das Ziel ist die gute Ausbildung wertvoller Fleischpartien an Rücken und Keule.
Schlachtlämmer zwischen 5 und 8 Monaten bringen ausgeschlachtet etwa 10-16 kg
auf die Waage.
Das Fleisch ähnelt sowohl im Geschmack als auch im Aussehen eher dem Wildbret
als dem
gewohnten Lammfleisch. Der vorzügliche Geschmack geht selbst beim Schlachten von
Alttieren
nicht verloren.
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